Mochi mit Mangofüllung

Mochi Eis mit Reispapier – Einfaches Rezept mit Skyr & Mango

Von außen zart und leicht puderig, innen cremiger Skyr und ein kühler Kern aus reifer Mango: Dieses Mochi Eis mit Reispapier ist eine besonders einfache Möglichkeit, den viralen Desserttrend zu Hause nachzumachen.

Das Rezept kommt ohne Klebreismehl, ohne Dämpfen und ohne Eismaschine aus. Du brauchst lediglich Reispapier, Skyr, Mango, etwas Süße und einen Gefrierschrank.

Die Hülle ist dünner und glatter als klassischer Mochi-Teig aus Klebreismehl. Nach dem Gefrieren und kurzen Antauen entsteht trotzdem ein angenehm weiches, cremiges Dessert, das deutlich leichter als klassisches Mochi-Eis wirkt.

Mochi Eis mit Reispapier auf einen Blick

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Gefrierzeit 60 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 15 Minuten
Menge 6 Stück
Schwierigkeit Mittel
Küche Asiatisch inspiriert
Kategorie Dessert, Snack

Zutaten

Für 6 Mochi

  • 6 Blätter Reispapier mit etwa 22 cm Durchmesser
  • 300 g Skyr natur
  • 1 reife Mango, etwa 200 g Fruchtfleisch
  • 1½ EL Honig oder Ahornsirup
  • 1 TL Vanilleextrakt, optional
  • Maisstärke zum Wenden
  • Alternativ Speisestärke, Kartoffelstärke oder Reismehl
  • Optional Puderzucker, im Verhältnis 1:1 mit der Stärke vermischt
Für saubere Mangowürfel: Auf einem stabilen Stirnholz-Schneidebrett lässt sich die saftige Mango sicher schälen und in besonders kleine Würfel schneiden. Ein scharfes Küchenmesser hilft dabei, gleichmäßige Stücke zu schneiden, die das empfindliche Reispapier später nicht durchstoßen.
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Zubereitung Schritt für Schritt

1. Mango und Skyr vorbereiten

Die Mango schälen und das Fruchtfleisch in sehr kleine Würfel schneiden. Die Stücke sollten ungefähr fünf Millimeter groß sein. Zu große oder kantige Mangostücke können das weiche Reispapier beim Füllen und Falten durchstoßen.

Den Skyr zusammen mit Honig oder Ahornsirup und optional dem Vanilleextrakt in eine Schüssel geben. Alles gründlich verrühren, bis eine gleichmäßige, cremige Masse entsteht. Anschließend kurz abschmecken und bei Bedarf etwas mehr Süße hinzufügen.

Zusätzlich eine flache Schale mit lauwarmem Wasser, eine kleine umgedrehte Schüssel mit ungefähr zehn Zentimetern Durchmesser sowie einen Teller mit Maisstärke bereitstellen. Die umgedrehte Schüssel dient später als praktische Wickelhilfe.

2. Reispapier kurz einweichen

Ein einzelnes Blatt Reispapier für etwa 20 bis 30 Sekunden in das lauwarme Wasser tauchen. Das Papier soll biegsam werden, darf sich aber noch leicht fest anfühlen.

Immer nur ein Blatt gleichzeitig einweichen. Werden mehrere Blätter zusammen ins Wasser gelegt, kleben sie schnell aneinander und lassen sich kaum noch voneinander trennen.

Das Reispapier lieber etwas zu früh aus dem Wasser nehmen. Es zieht auch außerhalb der Schale weiter Feuchtigkeit und wird innerhalb weniger Sekunden noch weicher. Bei einer zu langen Einweichzeit kann die Hülle später zäh oder gummiartig werden.

3. Reispapier über die Wickelhilfe legen

Das eingeweichte Reispapier vorsichtig aus dem Wasser nehmen, kurz abtropfen lassen und mittig über die umgedrehte kleine Schüssel legen.

Die Mitte des Reispapiers darf dabei leicht nach unten hängen. Dadurch entsteht eine kleine Mulde, in die sich die Skyr-Mango-Füllung leichter geben lässt. Gleichzeitig bleiben beide Hände zum Füllen und späteren Verschließen frei.

Das Papier möglichst glatt auflegen und darauf achten, dass die Ränder gleichmäßig über die Schüssel hinausragen.

4. Mochi sparsam füllen

Einen guten Teelöffel der gesüßten Skyr-Masse in die Mitte des Reispapiers geben. Einige kleine Mangowürfel darauf verteilen und anschließend mit einem weiteren kleinen Klecks Skyr bedecken.

Pro Mochi insgesamt höchstens ungefähr einen gehäuften Esslöffel Füllung verwenden. Wird zu viel Skyr oder Mango eingefüllt, lässt sich das Reispapier nur schwer verschließen und kann beim Falten einreißen.

Rund um die Füllung ausreichend freien Rand lassen. Dieser wird im nächsten Schritt benötigt, um das Mochi vollständig und möglichst dicht zu verschließen.

5. Reispapier falten und verschließen

Die überstehenden Ränder des Reispapiers nacheinander von allen Seiten zur Mitte ziehen. Die einzelnen Seiten leicht überlappen lassen und behutsam aufeinanderdrücken.

Die Nahtstelle mit den Fingern gut zusammendrücken. Durch die natürliche Klebrigkeit des eingeweichten Reispapiers haften die überlappenden Flächen normalerweise von selbst aneinander.

Falls sich eine Stelle nicht verschließen lässt, den Finger leicht mit Wasser befeuchten und vorsichtig über die offene Naht streichen. Anschließend das Mochi mit der verschlossenen Seite nach unten auf die Arbeitsfläche legen.

6. Mochi in Stärke wenden

Das fertig gewickelte Mochi vorsichtig in der Maisstärke wenden, bis die gesamte Oberfläche dünn damit bedeckt ist. Überschüssige Stärke anschließend behutsam abklopfen.

Die Stärke verhindert, dass die feuchte Reispapierhülle an den Fingern, am Teller oder an den anderen Mochi kleben bleibt. Gleichzeitig entsteht die typische matte und leicht puderige Oberfläche.

Alternativ eignen sich Speisestärke, Kartoffelstärke oder Reismehl. Für eine etwas süßere Ummantelung kann die Stärke im Verhältnis eins zu eins mit Puderzucker gemischt werden. Reiner Puderzucker ist weniger geeignet, da er Feuchtigkeit aufnimmt und beim Antauen klebrig werden kann.

7. Mochi einfrieren

Die fertig geformten Mochi mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Schneidebrett, Tablett oder einen flachen Teller setzen.

Für mindestens 60 Minuten in den Gefrierschrank stellen. Während dieser Zeit wird die Skyrfüllung fest, die Mango kühlt vollständig durch und die Mochi erhalten ihren typischen Eischarakter.

Darauf achten, dass sich die einzelnen Mochi während des Gefrierens nicht berühren. Andernfalls können die feuchten Hüllen trotz der Stärke aneinanderkleben.

8. Vor dem Servieren antauen lassen

Die Mochi ungefähr 15 bis 20 Minuten vor dem Verzehr aus dem Gefrierschrank nehmen und bei Raumtemperatur antauen lassen.

Direkt aus dem Gefrierfach ist die fettarme Skyrfüllung sehr fest. Durch das kurze Antauen wird sie wieder cremiger, während die Reispapierhülle weich und angenehm elastisch wird.

Die Mochi anschließend auf einem Servierbrett oder Dessertteller anrichten. Nach Wunsch mit frischen Mangowürfeln, etwas Stärke-Puderzucker-Mischung oder einzelnen Minzblättern garnieren.

Warum funktioniert Mochi Eis mit Reispapier?

Klassisches Mochi-Eis besteht aus einer weichen Hülle aus Klebreismehl, Zucker und Wasser. Der Teig wird erhitzt oder gedämpft, anschließend ausgerollt und um eine gefrorene Füllung gelegt. Bei dieser vereinfachten Variante übernimmt eingeweichtes Reispapier die Funktion der Hülle.

Reispapier enthält in der Regel Reismehl und Tapiokastärke. Durch den Kontakt mit Wasser wird es weich, flexibel und leicht klebrig. Dadurch lässt es sich falten und ohne zusätzliches Bindemittel verschließen.

Die Konsistenz entspricht nicht vollständig der eines klassischen Mochi-Teigs. Reispapier ist dünner, glatter und nach dem Auftauen etwas elastischer. In Kombination mit der gefrorenen Skyrfüllung entsteht dennoch ein ähnliches Mundgefühl: außen weich und leicht zäh, innen kühl und cremig.

Der Skyr liefert eine feste und eiweißreiche Grundlage für die Füllung. Honig oder Ahornsirup mildern seine natürliche Säure und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Masse nach dem Antauen etwas geschmeidiger bleibt. Die Mango bringt natürliche Süße, Fruchtigkeit und einen weichen Kern in das Dessert.

Gelingtipps für perfektes Mochi Eis

Das Reispapier nicht zu lange einweichen

Die richtige Einweichzeit ist einer der wichtigsten Punkte bei diesem Rezept. Das Reispapier sollte weich genug zum Falten sein, aber nicht vollständig durchweicht aus der Wasserschale kommen.

Da es nach dem Herausnehmen weiter Wasser aufnimmt, wird es auf der Wickelhilfe automatisch noch etwas weicher. Wird es bereits sehr weich aus dem Wasser genommen, kann es schnell kleben, reißen oder später eine unangenehm gummiartige Konsistenz bekommen.

Die Mochi nicht überfüllen

Eine großzügige Füllung wirkt zunächst verlockend, erschwert aber das saubere Verschließen. Zu viel Skyr oder zu große Mangostücke erzeugen Spannung in der dünnen Hülle und können dazu führen, dass das Reispapier einreißt.

Ein kleineres, gut verschlossenes Mochi ist daher besser als ein besonders großes Exemplar, bei dem die Füllung während des Gefrierens austritt.

Mango besonders klein schneiden

Die Mangowürfel sollten möglichst klein und gleichmäßig sein. Harte oder kantige Stücke drücken beim Falten von innen gegen die Hülle und können sie beschädigen.

Eine sehr reife Mango ist für dieses Rezept besonders geeignet. Ihr Fruchtfleisch ist weicher, aromatischer und lässt sich leichter in kleine Würfel schneiden.

Bei Bedarf zwei Blätter Reispapier verwenden

Reißt die Hülle beim ersten Versuch häufig, können zwei eingeweichte Blätter übereinandergelegt werden. Dadurch wird die Außenhülle stabiler und verzeiht kleinere Fehler beim Befüllen und Falten.

Die doppelte Lage wird etwas dicker und nach dem Antauen leicht zäher. Für Anfänger ist sie dennoch eine gute Möglichkeit, ein Auslaufen der Füllung zu verhindern.

Den Skyr cremiger machen

Skyr enthält viel Eiweiß und wenig Fett. Dadurch friert er vergleichsweise fest. Für eine weichere Füllung kann ein Esslöffel Sahne, Kokosmilch oder cremiger Joghurt untergerührt werden.

Auch die Süße beeinflusst die Konsistenz leicht. Honig oder Ahornsirup senken den Gefrierpunkt der Masse etwas und sorgen dafür, dass die Füllung nach dem Antauen schneller cremig wird.

Die Naht immer nach unten legen

Nach dem Verschließen sollten die Mochi mit der gefalteten Seite nach unten abgelegt werden. Das Eigengewicht stabilisiert die Naht und verhindert, dass sie sich vor dem Gefrieren wieder öffnet.

Eine kleine Menge Wasser kann helfen, einzelne Stellen erneut zu verkleben. Zu viel Wasser sollte jedoch vermieden werden, da die Hülle dadurch sehr weich und rutschig werden kann.

Stärke statt reinem Puderzucker verwenden

Stärke bindet die oberflächliche Feuchtigkeit und verhindert, dass die Mochi aneinanderkleben. Reiner Puderzucker löst sich dagegen auf der feuchten Hülle schnell auf und bildet eine klebrige Schicht.

Für eine süßere Oberfläche deshalb immer Stärke als Basis verwenden und höchstens die gleiche Menge Puderzucker untermischen.

Variationen

Kokos-Mochi

Für eine tropische Kokosvariante einen Esslöffel Kokosmus oder dicke Kokosmilch unter den Skyr rühren. Die fertigen Mochi anschließend nicht nur in Stärke, sondern zusätzlich in sehr feinen Kokosraspeln wenden.

Die Kokosraspeln sorgen für eine leicht strukturierte Oberfläche und passen geschmacklich besonders gut zur fruchtigen Mango. Damit sie besser haften, sollte die Reispapierhülle noch leicht feucht sein.

Mango-Kokos-Mochi

Für diese Variante die Skyrfüllung mit Kokosmus verfeinern und weiterhin kleine Mangowürfel als Kern verwenden. Dadurch entsteht eine Kombination aus fruchtiger Süße, cremiger Füllung und einer dezenten Kokosnote.

Zum Wenden eignet sich eine Mischung aus Maisstärke und sehr fein gemahlenen Kokosraspeln. Grobe Kokosraspeln können die dünne Hülle dagegen beschädigen.

Mochi mit Beeren

Statt Mango können Himbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren oder eine Mischung verschiedener Beeren verwendet werden. Größere Früchte wie Erdbeeren vorher in sehr kleine Würfel schneiden.

Himbeeren sind besonders weich und lassen sich leicht zerdrücken. Deshalb sollten sie nur sparsam eingefüllt werden. Heidelbeeren können je nach Größe halbiert werden, damit sie beim Verschließen nicht zu stark gegen die Hülle drücken.

Schoko-Protein-Mochi

Für eine schokoladige Variante einen Teelöffel Backkakao oder einen Esslöffel Schoko-Proteinpulver unter den Skyr rühren. Je nach Produkt kann etwas mehr Honig oder Ahornsirup notwendig sein.

Als Füllung passen kleine Bananenstücke, Himbeeren oder ein dünner Klecks Nussmus. Auch hier sollte die Gesamtmenge der Füllung gering bleiben, damit sich das Reispapier sicher verschließen lässt.

Vanille-Mochi ohne Frucht

Wer eine besonders schlichte Variante bevorzugt, kann den Skyr nur mit Vanille und Honig abschmecken. Die Füllung wird dadurch gleichmäßiger und lässt sich besonders einfach wickeln.

Für etwas mehr Cremigkeit kann zusätzlich ein kleiner Löffel griechischer Joghurt, Mascarpone oder Kokoscreme untergerührt werden.

Vegane Mochi

Für vegane Mochi den Skyr durch eine stichfeste pflanzliche Joghurt- oder Skyralternative ersetzen. Besonders geeignet sind Produkte auf Soja- oder Kokosbasis, da sie häufig eine feste und cremige Konsistenz besitzen.

Als Süße Ahornsirup oder Agavendicksaft verwenden. Ist die pflanzliche Alternative sehr flüssig, kann sie vor der Verarbeitung in einem feinen Sieb oder Tuch kurz abtropfen.

Mochi mit Pfirsich oder Nektarine

Auch reife Pfirsiche oder Nektarinen eignen sich als fruchtige Füllung. Das Fruchtfleisch besonders klein schneiden und sehr saftige Stücke vor dem Füllen kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Zu viel Fruchtsaft kann die Skyrmasse verdünnen und das Reispapier von innen zusätzlich befeuchten.

Als Füllung eignet sich auch selbst gemachtes Cottage Cheese Eis, das durch den Hüttenkäse besonders formstabil bleibt.

Was passt zu Mochi Eis mit Reispapier?

Am besten schmecken die Mochi nach einer kurzen Antauzeit von etwa 15 bis 20 Minuten. Dann ist die Hülle weich und elastisch, während die Skyrfüllung kühl und cremig bleibt.

Die Mochi können pur auf einem Dessertteller oder einem hochwertigen Servierbrett angerichtet werden. Einige frische Mangowürfel, Beeren oder Minzblätter setzen farbliche Akzente und greifen die Füllung geschmacklich wieder auf.

Zum stilvollen Servieren: Auf einem hochwertigen Schneide- oder Servierbrett aus Holz kommen die hellen, leicht gepuderten Mochi besonders gut zur Geltung. Für kleinere Portionen oder einzelne Desserts eignen sich auch kompakte Brotzeitbretter .

Zu den Mango-Mochi passen außerdem Kokosjoghurt, eine dünne Mangosauce oder ein Fruchtpüree. Die Sauce am besten separat servieren, damit die feuchte Reispapierhülle nicht zu schnell weich oder klebrig wird.

Eine dünne Schokoladensauce eignet sich besonders für die Schoko-Protein-Variante. Auch gehackte Pistazien, geröstete Kokoschips oder Sesam können sparsam über die Mochi gestreut werden.

Als Getränk passen grüner Tee, Jasmintee oder Matcha. Die herben und leicht grasigen Aromen bilden einen angenehmen Kontrast zur süßen, fruchtigen Füllung.

Durch ihre kühle und leichte Art eignen sich die Mochi besonders gut als sommerliches Dessert, als Snack am Nachmittag oder als Abschluss nach einem Grillabend.

Vorbereiten, aufbewahren und einfrieren

Füllung vorbereiten

Die Skyrcreme kann einige Stunden vor dem Wickeln vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Auch die Mango lässt sich bereits schälen und würfeln.

Beide Bestandteile am besten getrennt lagern, damit der austretende Mangosaft die Skyrcreme nicht unnötig verdünnt.

Mochi frisch wickeln

Das Reispapier sollte erst unmittelbar vor dem Füllen eingeweicht werden. Bereits eingeweichte Blätter lassen sich nicht sinnvoll vorbereiten, da sie schnell zusammenkleben, austrocknen oder ihre Konsistenz verändern.

Die einzelnen Mochi deshalb nacheinander einweichen, füllen, verschließen und in Stärke wenden.

Im Gefrierschrank aufbewahren

Nach dem ersten Durchfrieren können die Mochi in einen luftdicht verschlossenen Gefrierbehälter oder Gefrierbeutel umgefüllt werden. Bei mehreren Lagen jeweils ein Stück Backpapier zwischen die Mochi legen.

So bleiben sie getrennt und lassen sich später einzeln entnehmen. Im Gefrierschrank sind sie ungefähr bis zu zwei Monate haltbar.

Nicht dauerhaft im Kühlschrank lagern

Für eine längere Aufbewahrung ist der Kühlschrank nicht geeignet. Die Hülle nimmt dort weiter Feuchtigkeit auf, wird weich und kann sich teilweise auflösen.

Außerdem verliert die Füllung ihren typischen Eischarakter. Fertige Mochi daher entweder direkt servieren oder vollständig einfrieren.

Richtig auftauen

Nur so viele Mochi aus dem Gefrierschrank nehmen, wie tatsächlich benötigt werden. Je nach Größe reichen etwa 15 bis 20 Minuten bei Raumtemperatur aus.

Bei hohen Raumtemperaturen kann die Antauzeit kürzer ausfallen. Die Füllung sollte cremig, aber noch deutlich gekühlt sein.

Nicht erneut einfrieren

Einmal vollständig aufgetaute Mochi sollten nicht erneut eingefroren werden. Die Reispapierhülle kann dadurch ihre Struktur verlieren, während sich in der Skyrfüllung größere Eiskristalle bilden.

Zutatenwissen: Darauf kommt es an

Reispapier

Reispapier ist die wichtigste Zutat dieses vereinfachten Mochi-Rezepts. Es wird normalerweise für Sommerrollen verwendet und besteht je nach Hersteller überwiegend aus Reismehl, Tapiokastärke, Wasser und Salz.

Im trockenen Zustand sind die runden Blätter hart und spröde. Durch das kurze Einweichen in Wasser werden sie weich, biegsam und leicht klebrig.

Für dieses Rezept eignen sich runde Blätter mit ungefähr 22 Zentimetern Durchmesser besonders gut. Kleinere Varianten bieten weniger Fläche zum Falten und lassen sich dadurch schwieriger verschließen.

Die genaue Einweichzeit kann je nach Marke und Stärke des Reispapiers unterschiedlich ausfallen. Manche Blätter werden bereits nach wenigen Sekunden weich, andere benötigen etwas länger.

Entscheidend ist, das Papier aus dem Wasser zu nehmen, solange es noch leicht fest wirkt. Es weicht auf der Arbeitsfläche oder Wickelhilfe weiter nach.

Skyr

Skyr stammt ursprünglich aus Island und wird häufig wie Joghurt verwendet. Von seiner Herstellung und Zusammensetzung her ähnelt er jedoch eher einem Frischkäse.

Er enthält viel Eiweiß und meist nur wenig Fett. Dadurch eignet er sich gut für eine leichte und sättigende Dessertfüllung.

Sein niedriger Fettgehalt führt allerdings dazu, dass Skyr beim Einfrieren relativ fest wird. Honig, Ahornsirup oder ein kleiner Anteil Sahne beziehungsweise Kokosmilch machen die Masse nach dem Antauen etwas geschmeidiger.

Alternativ können griechischer Joghurt, Quark oder eine pflanzliche Skyralternative verwendet werden. Sehr flüssige Produkte sollten vorher etwas abtropfen.

Mango

Eine reife Mango bringt natürliche Süße, intensive Farbe und ein tropisches Aroma in die Mochi. Reife Früchte geben bei leichtem Druck etwas nach und duften häufig am Stielansatz.

Unreife Mango ist fester, säuerlicher und teilweise faserig. Die härteren Stücke können das Reispapier beim Falten leichter beschädigen.

Das Fruchtfleisch daher möglichst klein und gleichmäßig schneiden. Würfel mit ungefähr fünf Millimetern Kantenlänge lassen sich gut in die Skyrfüllung einbetten.

Alternativ kann tiefgekühlte Mango verwendet werden. Diese vorher nur leicht antauen lassen, klein schneiden und überschüssige Flüssigkeit abtropfen lassen.

Honig oder Ahornsirup

Die flüssige Süße gleicht die natürliche Säure des Skyrs aus und verbessert gleichzeitig die Konsistenz nach dem Einfrieren.

Zuckerhaltige Zutaten senken den Gefrierpunkt der Masse leicht. Die Füllung bleibt dadurch nach dem Antauen etwas weicher als ungesüßter Skyr.

Für die vegane Variante eignet sich Ahornsirup besonders gut. Auch Agavendicksaft oder eine andere flüssige Süße können verwendet werden.

Maisstärke

Maisstärke nimmt oberflächliche Feuchtigkeit auf und verhindert, dass die fertigen Mochi am Teller, an den Händen oder aneinanderkleben.

Neben Maisstärke eignen sich auch Speisestärke, Kartoffelstärke oder Reismehl. Die Schicht sollte nur dünn sein, damit die Mochi nicht trocken oder mehlig schmecken.

Puderzucker kann für zusätzliche Süße untergemischt werden. Er sollte jedoch nicht allein verwendet werden, da er sich auf der feuchten Hülle schnell auflöst und klebrig wird.

Nährwerte pro Stück

Nährwert Menge
Kalorien ca. 105 kcal
Eiweiß ca. 6 g
Kohlenhydrate ca. 19 g
Fett weniger als 1 g

Die Angaben beziehen sich auf ein Mochi bei insgesamt sechs Stück und wurden für die Grundvariante mit Reispapier, Skyr, Mango und Honig gerundet berechnet.

Je nach verwendeter Reispapiermarke, Größe der Mango und Menge des Süßungsmittels können die tatsächlichen Werte leicht abweichen. Kokosmus, Kokosraspeln, Sahne, Nussmus oder Proteinpulver verändern die Nährwerte entsprechend.

Häufige Fragen zu Mochi Eis mit Reispapier

Schmecken die Mochi wirklich wie klassisches Mochi-Eis?

Nicht vollständig. Klassisches Mochi-Eis besitzt eine dickere, weichere und elastischere Hülle aus Klebreismehl. Reispapier ist dünner, glatter und nach dem Antauen etwas zäher.

Durch die gefrorene, cremige Füllung und die leicht klebrige Hülle erinnert die Konsistenz dennoch an Mochi-Eis. Diese Variante ist vor allem eine schnelle und unkomplizierte Alternative, keine exakte Kopie des japanischen Originals.

Welches Reispapier eignet sich am besten?

Am besten eignet sich rundes Reispapier mit ungefähr 22 Zentimetern Durchmesser, wie es auch für Sommerrollen verwendet wird.

Größere Blätter bieten ausreichend Fläche zum Füllen und Verschließen. Sehr kleine Blätter lassen sich schwieriger wickeln und reißen bei zu viel Füllung schneller.

Kann ich die Mochi vegan zubereiten?

Ja. Den Skyr durch eine feste pflanzliche Joghurt- oder Skyralternative ersetzen. Besonders gut eignen sich Produkte auf Soja- oder Kokosbasis.

Statt Honig Ahornsirup oder Agavendicksaft verwenden. Ist die pflanzliche Alternative sehr flüssig, sollte sie vor dem Füllen kurz abtropfen.

Kann ich griechischen Joghurt oder Quark verwenden?

Sowohl griechischer Joghurt als auch Quark funktionieren als Ersatz für Skyr. Griechischer Joghurt ist meist milder und durch seinen höheren Fettgehalt nach dem Antauen cremiger.

Quark ist fester und lässt sich besonders einfach portionieren. Sehr flüssiger Joghurt sollte vorher in einem Sieb etwas abtropfen, damit die Füllung nicht ausläuft.

Warum wird das Reispapier gummiartig?

Eine gummiartige oder besonders zähe Hülle entsteht meistens, wenn das Reispapier zu lange eingeweicht wurde.

Das Papier zieht nach dem Wasserbad weiter Feuchtigkeit. Es sollte deshalb aus dem Wasser genommen werden, solange es noch leicht fest wirkt. Auf der Wickelhilfe wird es innerhalb kurzer Zeit vollständig biegsam.

Warum reißen meine Mochi beim Falten?

Häufig sind eine zu große Füllmenge, zu grob geschnittene Fruchtstücke oder ein bereits sehr weiches Reispapier die Ursache.

Die Mango besonders klein schneiden und pro Mochi höchstens ungefähr einen gehäuften Esslöffel Füllung verwenden. Für mehr Stabilität können zwei Reispapierblätter übereinandergelegt werden.

Kann ich andere Früchte verwenden?

Ja. Geeignet sind unter anderem Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Pfirsiche, Nektarinen und Banane.

Die Früchte sollten reif, weich und sehr klein geschnitten sein. Besonders saftige Früchte vor dem Füllen kurz abtropfen lassen, damit die Skyrcreme nicht zu flüssig wird.

Muss ich die Mochi einfrieren?

Für das typische Mochi-Eis-Gefühl ist das Einfrieren notwendig. Nur dadurch wird aus der Skyrfüllung ein kühler, fester Eiskern.

Ohne Einfrieren ähneln die Mochi eher einer süßen Sommerrolle. Sie können auch so gegessen werden, besitzen dann aber nicht die gewünschte Eis-Konsistenz.

Wie lange müssen die Mochi antauen?

In der Regel reichen 15 bis 20 Minuten bei Raumtemperatur. Die genaue Zeit hängt von der Größe der Mochi und der Raumtemperatur ab.

Die Füllung sollte nicht mehr steinhart, aber noch deutlich gekühlt sein. Bei sehr warmem Wetter kann die Antauzeit entsprechend kürzer ausfallen.

Wie lange sind Mochi mit Reispapier haltbar?

Luftdicht verpackt bleiben die Mochi im Gefrierschrank ungefähr bis zu zwei Monate haltbar.

Bei mehreren Lagen sollte Backpapier zwischen die einzelnen Mochi gelegt werden. Einmal vollständig aufgetaute Mochi nicht erneut einfrieren.

Fazit: Einfaches Mochi Eis ohne Klebreismehl

Mochi Eis mit Reispapier ist eine unkomplizierte Alternative zu klassischem Mochi-Eis. Das Rezept benötigt weder Klebreismehl noch Dampfgarer oder Eismaschine und ist bereits nach etwa 15 Minuten Vorbereitung bereit für den Gefrierschrank.

Die Kombination aus dünnem Reispapier, cremigem Skyr und frischer Mango ergibt ein leichtes, fruchtiges Dessert mit hohem Eiweißanteil. Geschmack und Konsistenz entsprechen nicht exakt dem japanischen Original, kommen dem bekannten Mochi-Eis nach dem Gefrieren und Antauen aber erstaunlich nahe.

Entscheidend für ein gutes Ergebnis sind eine kurze Einweichzeit, sehr kleine Mangowürfel, eine sparsame Füllung und eine sorgfältig verschlossene Naht. Werden diese Punkte beachtet, lassen sich die kleinen Eisdesserts problemlos vorbereiten und für mehrere Wochen einfrieren.

Durch verschiedene Früchte, Kokos, Kakao oder pflanzliche Alternativen kann das Grundrezept vielseitig angepasst werden. Damit eignet sich das Mochi Eis sowohl als sommerlicher Snack als auch als leichtes Dessert für Gäste.

Wenn du lieber löffelst statt formst, ist unser Beeren Eis ohne Eismaschine das schnellste Sommerdessert.

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