Sommerrollen aus dem Airfryer mit Dip

Knusprige Sommerrollen aus dem Airfryer

Außen glasig-knusprig und innen saftig gefüllt: Diese Sommerrollen aus dem Airfryer sind die krosse Variante des beliebten Reispapier-Klassikers. Im heißen Luftstrom wirft die dünne Hülle kleine Blasen und bekommt einen hörbaren Crunch, während die würzige Hackfleisch-Gemüse-Füllung angenehm saftig bleibt.

Streng genommen ähneln die Rollen eher gebackenen Frühlingsrollen als den klassischen kalten Sommerrollen aus der vietnamesischen Küche. Unter dem Namen „knusprige Sommerrollen“ ist die Airfryer-Version jedoch zum viralen Trend geworden – und das aus gutem Grund.

Die Rollen gelingen ohne Fettbad und ohne typischen Frittiergeruch. Gleichzeitig lassen sie sich flexibel mit Hackfleisch, Gemüse, Garnelen, Hähnchen oder einer veganen Füllung zubereiten. Entscheidend sind eine abgekühlte Füllung, fest gerolltes Reispapier und ausreichend Abstand im Airfryer.

Sommerrollen aus dem Airfryer auf einen Blick

Vorbereitungszeit 25 Minuten
Airfryer-Zeit 12 bis 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 40 Minuten
Menge ca. 8 Rollen
Portionen 2 Portionen
Schwierigkeit Mittel
Küche Asiatisch inspiriert
Kategorie Fingerfood, Snack, leichtes Abendessen

Zutaten

Für die Füllung

  • 250 g Hackfleisch, gemischt oder Rind
  • alternativ: 250 g veganes Hack
  • 2 Karotten, fein geraspelt
  • 150 g Spitzkohl oder Weißkohl, fein gehobelt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • optional: 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • optional: 50 g Glasnudeln
  • 2 EL Sojasauce
  • optional: 1 TL Fischsauce
  • 1 TL Sesam
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
  • 1 EL Öl zum Braten

Für die Hülle und zum Servieren

  • 8 Blatt Reispapier, rund und ca. 22 cm groß
  • 1 bis 2 EL Sesamöl zum Bepinseln
  • Sweet-Chili-Sauce oder Erdnussdip zum Servieren
Für feines und gleichmäßiges Gemüse: Auf einem großzügigen Stirnholz-Schneidebrett lassen sich Kohl, Karotten, Frühlingszwiebeln und Kräuter übersichtlich vorbereiten. Mit einem scharfen Küchenmesser gelingen besonders feine Gemüsestreifen, wodurch sich die Rollen später enger und stabiler wickeln lassen.
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Sommerrollen aus dem Airfryer Schritt für Schritt

1. Gemüse vorbereiten

Die Karotten schälen und fein raspeln. Den Spitzkohl oder Weißkohl in möglichst dünne Streifen schneiden oder fein hobeln.

Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und sehr fein hacken. Optional den frischen Ingwer schälen und fein reiben.

Je feiner und gleichmäßiger das Gemüse vorbereitet wird, desto kompakter lässt sich die Füllung später in das Reispapier einschlagen.

2. Glasnudeln einweichen

Falls Glasnudeln verwendet werden, diese nach Packungsanweisung mit heißem Wasser übergießen oder einweichen.

Anschließend in ein Sieb geben, sehr gut abtropfen lassen und mit einem Messer grob kürzen. Zu lange Glasnudeln erschweren das gleichmäßige Verteilen und können beim Rollen aus der Hülle ragen.

Die Nudeln sollten möglichst wenig Wasser enthalten, damit die Füllung später nicht zu feucht wird.

3. Hackfleisch krümelig anbraten

Einen Esslöffel Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hackfleisch hineingeben und bei mittlerer bis hoher Hitze krümelig anbraten.

Das Fleisch regelmäßig mit einem Pfannenwender zerteilen, damit keine großen Klumpen entstehen. Es sollte vollständig durchgegart und leicht gebräunt sein.

Bei veganem Hack die Zubereitungshinweise auf der Verpackung beachten und das Produkt ebenfalls kräftig anbraten.

4. Knoblauch und Ingwer hinzufügen

Den gehackten Knoblauch und optional den geriebenen Ingwer zum Hackfleisch geben.

Beides etwa 30 bis 60 Sekunden unter Rühren mitbraten. Die Hitze dabei etwas reduzieren, damit der Knoblauch nicht dunkel und bitter wird.

5. Füllung würzen

Die Sojasauce und optional die Fischsauce in die Pfanne geben und gründlich mit dem Hackfleisch vermengen.

Mit Pfeffer würzen. Zusätzliches Salz zunächst nur sparsam verwenden, da sowohl Sojasauce als auch Fischsauce bereits stark salzig sind.

6. Gemüse kurz mitbraten

Karotten, Kohl, Frühlingszwiebeln und die vorbereiteten Glasnudeln zum Hackfleisch geben.

Alles nur etwa zwei bis drei Minuten unter Rühren mitbraten. Das Gemüse soll leicht weicher werden, aber noch deutlich Biss behalten.

Zum Schluss den Sesam unterrühren und die Füllung abschmecken.

7. Überschüssige Flüssigkeit entfernen

Die fertige Füllung vom Herd nehmen und prüfen, ob sich Flüssigkeit am Pfannenboden gesammelt hat.

Überschüssige Flüssigkeit vorsichtig abgießen oder die Füllung kurz in einem Sieb abtropfen lassen. Eine trockene Füllung ist entscheidend, damit das Reispapier nicht von innen aufweicht.

8. Füllung vollständig abkühlen lassen

Die Füllung auf einen großen Teller oder ein Blech geben und vollständig abkühlen lassen.

Dieser Schritt darf nicht übersprungen werden. Warme Füllung erzeugt im Reispapier Feuchtigkeit und macht die Hülle klebrig, weich und anfällig für Risse.

Durch das flache Verteilen kühlt die Masse deutlich schneller ab als direkt in der heißen Pfanne.

9. Airfryer vorheizen

Den Airfryer auf 180 °C vorheizen. Je nach Gerät reichen dafür ungefähr drei bis fünf Minuten.

Ein vorgeheizter Airfryer sorgt dafür, dass das leicht geölte Reispapier direkt zu trocknen und Blasen zu bilden beginnt.

10. Reispapier kurz einweichen

Eine flache Schale oder einen großen Teller mit lauwarmem Wasser füllen.

Jeweils nur ein Blatt Reispapier für ungefähr zehn Sekunden in das Wasser tauchen. Das Blatt soll gerade anfangen, biegsam zu werden, aber noch nicht vollständig weich sein.

Das Reispapier zieht auf der Arbeitsfläche weiter nach. Wird es bereits im Wasser sehr weich, klebt es stärker und reißt beim Rollen leichter.

11. Reispapier auf die Arbeitsfläche legen

Das eingeweichte Blatt auf ein leicht feuchtes Küchentuch oder eine glatte, saubere Arbeitsfläche legen.

Ein trockenes Tuch kann dem Reispapier zu schnell Feuchtigkeit entziehen, während eine sehr nasse Unterlage es zusätzlich aufweicht. Die Fläche sollte deshalb nur leicht feucht sein.

12. Füllung portionieren

Etwa ein bis zwei Esslöffel der vollständig abgekühlten Füllung auf das untere Drittel des Reispapiers geben.

Die Masse zu einer kompakten länglichen Form verteilen. Dabei an beiden Seiten genügend freien Rand lassen, damit das Reispapier später sauber eingeklappt werden kann.

Die Rollen nicht überfüllen. Zu viel Füllung erhöht die Spannung in der Hülle und lässt sie beim Rollen oder Garen leichter aufplatzen.

13. Seiten einklappen

Den unteren Rand des Reispapiers über die Füllung klappen und leicht festziehen.

Anschließend die linke und rechte Seite nach innen über die Füllung legen. Dadurch werden die Enden verschlossen und die Füllung kann später nicht seitlich herausfallen.

14. Sommerrollen fest aufrollen

Die Rolle von unten nach oben möglichst fest aufrollen. Dabei gleichmäßigen Druck ausüben, ohne das empfindliche Reispapier zu zerreißen.

Fest gerollte Sommerrollen bleiben im Airfryer stabiler und bekommen eine gleichmäßigere Form. Locker gerollte Exemplare können sich öffnen oder ungleichmäßig knusprig werden.

15. Kleine Risse reparieren

Falls das Reispapier beim Rollen leicht einreißt, ein kleines Stück von einem weiteren Blatt abschneiden und kurz anfeuchten.

Das feuchte Stück wie ein Pflaster über die beschädigte Stelle legen und vorsichtig andrücken. Nach kurzer Zeit verbindet es sich mit der übrigen Hülle.

16. Rollen mit Sesamöl bestreichen

Die fertig gerollten Sommerrollen rundherum sehr dünn mit Sesamöl bestreichen.

Der Ölfilm sorgt dafür, dass das Reispapier im Airfryer Blasen bildet, goldbraun wird und eine knusprige Oberfläche entwickelt.

Das Öl nur sparsam verwenden. Die Rollen sollen leicht benetzt, aber nicht vollständig in Öl getränkt sein.

17. Rollen im Airfryer verteilen

Die Sommerrollen mit etwas Abstand in den vorgeheizten Airfryer-Korb legen.

Sie dürfen sich nicht berühren, da die Hüllen beim Garen zunächst klebrig bleiben und aneinanderhaften können. Außerdem muss die heiße Luft rundherum zirkulieren können.

Bei einem kleinen Garkorb die Rollen besser in zwei Durchgängen zubereiten.

18. Knusprig backen

Die Sommerrollen bei 180 °C etwa 12 bis 15 Minuten backen.

Nach ungefähr der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden. Das Reispapier kann noch empfindlich sein, daher am besten eine Zange oder einen Pfannenwender verwenden.

Die Rollen sind fertig, wenn die Oberfläche trocken, blasig und an mehreren Stellen goldbraun ist.

19. Kurz abkühlen lassen und servieren

Die fertigen Rollen aus dem Airfryer nehmen und ein bis zwei Minuten ruhen lassen.

Die Hülle wird beim kurzen Abkühlen noch etwas stabiler. Gleichzeitig ist die Füllung direkt nach dem Garen sehr heiß.

Anschließend mit Sweet-Chili-Sauce, Erdnussdip oder einer anderen Sauce nach Wahl servieren.

Feine Zutaten lassen sich leichter rollen: Mit einem scharfen Küchenmesser werden Kohl, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Glasnudeln besonders gleichmäßig vorbereitet. Je kompakter die Füllung ist, desto stabiler lassen sich die Reispapierrollen verschließen.
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Warum wird Reispapier im Airfryer knusprig?

Reispapier besteht überwiegend aus Reismehl, Wasser und je nach Produkt zusätzlich aus Tapiokastärke. Im trockenen Zustand ist es hart und spröde. Durch das kurze Einweichen wird die enthaltene Stärke weich und biegsam.

Im Airfryer trifft anschließend heiße, schnell zirkulierende Luft auf die leicht angefeuchtete und geölte Oberfläche. Die restliche Feuchtigkeit verdampft und bildet kleine Blasen in der Hülle.

Der dünne Ölfilm unterstützt dabei die Bräunung und verhindert, dass die Oberfläche nur austrocknet und lederartig bleibt. So entsteht die typische glasige und teilweise goldbraune Kruste.

Damit dieser Effekt funktioniert, darf die Füllung nicht zu feucht sein. Tritt während des Garens Flüssigkeit aus, wird das Reispapier von innen gedämpft und bleibt weich oder reißt auf.

Auch ausreichend Abstand zwischen den Rollen ist wichtig. Berühren sich die noch feuchten Hüllen, können sie aneinanderkleben und beim späteren Trennen beschädigt werden.

Gelingtipps: So werden die Sommerrollen perfekt knusprig

Drei Punkte entscheiden darüber, ob die Reispapierrollen kross oder weich werden: Die Füllung muss vollständig abgekühlt und möglichst trocken sein, die Rollen müssen kompakt gewickelt werden und im Airfryer ausreichend Abstand haben.

Füllung vollständig abkühlen lassen: Warme Füllung erzeugt Dampf und weicht das Reispapier von innen auf. Die Masse am besten flach auf einem Teller verteilen, damit sie schneller auskühlt.

Überschüssige Flüssigkeit entfernen: Flüssigkeit aus Fleisch, Gemüse und Sojasauce sollte vor dem Rollen weitgehend verdampft oder abgegossen sein.

Reispapier nur kurz einweichen: Ungefähr zehn Sekunden reichen meistens aus. Das Blatt wird auf der Arbeitsfläche automatisch noch weicher.

Nur ein Blatt nach dem anderen vorbereiten: Mehrere gleichzeitig eingeweichte Blätter kleben schnell zusammen und lassen sich kaum noch trennen.

Nicht zu viel Füllung verwenden: Überfüllte Rollen stehen unter zu großer Spannung und können beim Wickeln oder Backen platzen.

Fest, aber vorsichtig rollen: Die Füllung sollte kompakt umschlossen sein. Zu lockere Rollen öffnen sich leichter, zu starker Druck kann das Papier zerreißen.

Doppelte Hülle für mehr Stabilität: Bei sehr empfindlichem Reispapier können zwei kurz eingeweichte Blätter übereinandergelegt werden. Die Hülle wird etwas dicker, bleibt im Airfryer aber knusprig.

Rundherum dünn einölen: Ohne Öl bleibt das Reispapier häufig blass und zäh. Ein dünner Film genügt, um die gewünschte Kruste zu erzeugen.

Rollen nicht aneinanderlegen: Die Hüllen bleiben zu Beginn des Garens klebrig und können sich miteinander verbinden.

Wenn die Rollen aufplatzen: Meist war die Füllung zu feucht, die Rolle überfüllt oder zu locker gewickelt.

Wenn das Reispapier blass bleibt: Die Rollen noch einmal dünn mit Öl bestreichen und einige Minuten länger garen.

Wenn die Hülle zäh statt knusprig wird: Häufig war das Reispapier zu lange eingeweicht, die Füllung zu feucht oder die Temperatur zu niedrig.

Variationen

Vegetarisch: Das Hackfleisch durch zerbröselten Räuchertofu, fein gehackte Pilze oder eine Mischung aus Tofu und Gemüse ersetzen.

Vegan: Veganes Hack oder Räuchertofu verwenden und die Fischsauce weglassen. Für zusätzliche Würze etwas mehr Sojasauce oder eine vegane Fischsaucen-Alternative ergänzen.

Mit Garnelen: Rohe Garnelen fein hacken und zusammen mit dem Gemüse anbraten. Die Füllung vor dem Rollen vollständig durchgaren und abkühlen lassen.

Mit Hähnchen: Hähnchenbrust oder Hähnchenhack verwenden. Das Fleisch vollständig durchbraten, bevor das Gemüse hinzugefügt wird.

Cheeseburger-Style: Hackfleisch mit fein gewürfelten Gewürzgurken und etwas geriebenem Käse kombinieren. Dazu passt ein Burger-Dip.

Mit Pilzen: Champignons, Shiitake oder Kräuterseitlinge sehr fein hacken und kräftig anbraten, bis die austretende Flüssigkeit vollständig verdampft ist.

Mit Rotkohl: Einen Teil des Spitzkohls durch fein geschnittenen Rotkohl ersetzen. Dadurch bekommt die Füllung mehr Farbe und Biss.

Scharfe Variante: Frische Chili, Sambal Oelek oder Sriracha in die Füllung geben.

Mit Curry: Die Füllung mit Currypulver, Kurkuma und etwas Kokosmilch würzen. Die Kokosmilch dabei vollständig einkochen lassen, damit die Masse nicht zu feucht bleibt.

Was passt zu Sommerrollen aus dem Airfryer?

Die knusprigen Rollen leben von einem passenden Dip. Besonders klassisch ist Sweet-Chili-Sauce, deren süß-scharfer Geschmack sehr gut zur würzigen Füllung passt.

Ein cremiger Erdnussdip lässt sich aus Erdnussmus, Sojasauce, Limettensaft, etwas Wasser und optional Chili anrühren. Er passt besonders gut zu veganen, vegetarischen oder Hähnchen-Füllungen.

Auch eine Nuoc-Cham-inspirierte Sauce mit Limettensaft, Fischsauce, Zucker, Knoblauch und Chili harmoniert mit den knusprigen Rollen. Für eine vegane Variante wird die Fischsauce entsprechend ersetzt.

Ein schneller Sriracha-Joghurt aus Joghurt, Sriracha, Limettensaft und einer Prise Salz ist mild, cremig und leicht scharf.

Als frische Beilage passen Gurkensalat, Kohlsalat, eingelegtes Gemüse oder ein Salat mit Sesam-Dressing.

Für ein vollständiges Abendessen können die Rollen auf Reis, gebratenen Nudeln oder einem Glasnudelsalat serviert werden.

Vorbereiten, aufbewahren und einfrieren

Vorbereiten: Die Füllung kann bereits am Vortag zubereitet und luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Kalt lässt sie sich sogar besonders gut portionieren und rollen.

Die Sommerrollen selbst sollten möglichst erst kurz vor dem Backen gewickelt werden. Längere Lagerung macht das Reispapier weich, klebrig und empfindlich.

Aufbewahren: Fertig gebackene Sommerrollen halten sich ungefähr zwei Tage im Kühlschrank. Sie verlieren beim Abkühlen allerdings einen Teil ihrer Knusprigkeit.

Aufwärmen: Die Rollen bei etwa 180 °C für einige Minuten erneut in den Airfryer geben. Dadurch wird die Hülle wieder deutlich krosser. Die Mikrowelle ist nicht geeignet, da das Reispapier weich und zäh wird.

Einfrieren: Ungebackene und vollständig gerollte Sommerrollen können einzeln auf einem Blech oder Teller vorgefroren werden.

Sobald sie fest sind, lassen sie sich in einen Gefrierbeutel oder eine gefriergeeignete Dose umfüllen. Zwischen die Rollen am besten Backpapier legen, damit sie nicht zusammenkleben.

Die gefrorenen Rollen können direkt in den Airfryer gegeben werden. Die Garzeit verlängert sich dabei um einige Minuten.

Bereits gebackene Sommerrollen eignen sich weniger gut zum Einfrieren, da die Reispapierhülle nach dem Auftauen häufig gummiartig wird.

Zutatenwissen: Darauf kommt es an

Reispapier: Reispapier besteht meist aus Reismehl, Wasser, Salz und teilweise Tapiokastärke. Runde Blätter mit ungefähr 22 cm Durchmesser lassen sich für dieses Rezept besonders gut füllen und rollen.

Hackfleisch: Hackfleisch liefert eine saftige und würzige Basis. Es sollte vollständig krümelig angebraten werden, bevor die übrigen Zutaten dazukommen.

Kohl: Spitzkohl ist etwas milder und zarter als klassischer Weißkohl. Beide Varianten eignen sich gut, sollten aber besonders fein geschnitten werden.

Karotten: Fein geraspelte Karotten geben der Füllung leichte Süße, Farbe und Biss. Zu grobe Stücke können das Reispapier beim Rollen beschädigen.

Glasnudeln: Glasnudeln lockern die Füllung auf und nehmen die Würze der Sauce auf. Sie müssen nach dem Einweichen gründlich abtropfen.

Sojasauce: Sojasauce liefert Salz und Umami. Da sie die Füllung zusätzlich befeuchtet, sollte nur die benötigte Menge verwendet und überschüssige Flüssigkeit später entfernt werden.

Fischsauce: Fischsauce ist optional und gibt der Füllung eine kräftige, herzhafte Tiefe. Für vegetarische oder vegane Rollen wird sie weggelassen.

Sesamöl: Sesamöl sorgt nicht nur für Röstaroma. Der dünne Ölfilm unterstützt die Bildung der knusprigen, blasigen Reispapierhülle.

Nährwerte pro Portion

Die Angaben beziehen sich auf vier Rollen mit gemischtem Hackfleisch. Je nach Fleischsorte, Füllmenge, verwendeter Ölmenge und Dip können die Werte abweichen.

Nährwert Menge
Kalorien ca. 510 kcal
Eiweiß ca. 25 g
Kohlenhydrate ca. 47 g
Fett ca. 24 g

Häufige Fragen

Sind das Sommerrollen oder Frühlingsrollen?

Klassische Sommerrollen werden kalt und frisch serviert, während Frühlingsrollen gebacken oder frittiert werden. Diese knusprige Airfryer-Version ist technisch näher an einer Frühlingsrolle, ist online aber unter dem Namen „knusprige Sommerrollen“ bekannt geworden.

Warum platzen meine Reispapierrollen auf?

Häufig ist die Füllung zu warm oder zu feucht, die Rolle wurde überfüllt oder das Reispapier zu locker gewickelt. Die Füllung vollständig abkühlen lassen, überschüssige Flüssigkeit entfernen und nur eine kleine Menge fest einrollen.

Warum klebt mein Reispapier zusammen?

Das Reispapier wurde wahrscheinlich zu lange eingeweicht oder mehrere Blätter wurden gleichzeitig vorbereitet. Immer nur ein Blatt kurz in lauwarmes Wasser tauchen und sofort verarbeiten.

Warum werden die Sommerrollen nicht knusprig?

Meist war die Füllung zu feucht, es wurde zu wenig Öl verwendet oder die Rollen lagen zu dicht im Airfryer. Die Hüllen dünn einölen und mit ausreichend Abstand bei 180 °C backen.

Kann ich die Rollen im Backofen zubereiten?

Die Zubereitung im Backofen ist möglich, allerdings werden Reispapierrollen dort häufig weniger gleichmäßig knusprig. Die Rollen bei etwa 200 °C Umluft backen, dünn einölen und während der Garzeit wenden. In einer Pfanne oder im Airfryer gelingt die Kruste meist besser.

Kann ich die Sommerrollen vegan machen?

Ja. Das Hackfleisch kann durch veganes Hack, zerbröselten Räuchertofu oder fein gehackte Pilze ersetzt werden. Die Fischsauce wird weggelassen oder durch etwas zusätzliche Sojasauce ersetzt.

Kann ich zwei Reispapierblätter verwenden?

Ja. Zwei übereinandergelegte Reispapierblätter machen die Hülle stabiler und reduzieren das Risiko von Rissen. Die Rollen werden dadurch etwas kräftiger, können im Airfryer aber weiterhin knusprig werden.

Welcher Dip passt am besten?

Sweet-Chili-Sauce ist der klassische und unkomplizierte Dip. Sehr gut passen außerdem Erdnussdip, Sriracha-Joghurt oder eine limettig-scharfe Sauce mit Sojasauce, Knoblauch und Chili.

Kann ich ungebackene Sommerrollen einfrieren?

Ja. Die Rollen einzeln vorfrieren und anschließend getrennt durch Backpapier in einem Gefrierbehälter lagern. Sie können direkt gefroren im Airfryer zubereitet werden, benötigen dann aber einige Minuten länger.

Fazit

Knusprige Sommerrollen aus dem Airfryer bringen den viralen Reispapier-Trend ohne Fettbad auf den Teller. Die dünne Hülle wird glasig, blasig und kross, während die Hackfleisch-Gemüse-Füllung innen saftig bleibt.

Entscheidend für ein gutes Ergebnis sind eine vollständig abgekühlte und möglichst trockene Füllung, kurz eingeweichtes Reispapier und eine kompakte Rolltechnik.

Ein dünner Film aus Sesamöl sorgt für die gewünschte Bräunung. Gleichzeitig benötigen die Rollen im Airfryer ausreichend Abstand, damit die heiße Luft rundherum zirkulieren kann und die Hüllen nicht zusammenkleben.

Mit Hackfleisch, Tofu, Garnelen, Hähnchen oder zusätzlichem Gemüse lässt sich die Füllung vielseitig abwandeln. Zusammen mit Sweet-Chili-Sauce oder Erdnussdip entsteht ein knuspriges Fingerfood, das als Snack, Vorspeise oder leichtes Abendessen funktioniert.

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