Klassischer Hackbraten aus dem Ofen aufgeschnitten auf Schneidebrett

Klassischer Hackbraten aus dem Ofen

Deftig, saftig und mit einer würzigen Kruste: Der klassische Hackbraten, auch Falscher Hase genannt, ist Hausmannskost, wie sie im Buche steht. Ein locker geformter Laib aus würzigem Hackfleisch wandert in den Ofen, während in Ruhe die Beilagen vorbereitet werden können.

Das Geheimnis für einen saftigen Braten steckt in wenigen einfachen Handgriffen: ein in Milch eingeweichtes Brötchen, eine nur kurz verknetete Hackmasse und die richtige Ofentemperatur.

Serviert mit Kartoffelpüree, kräftiger Soße und Gemüse bringt dieser klassische Hackbraten die ganze Familie an einen Tisch und schmeckt genauso, wie man ihn von früher kennt.

Hackbraten auf einen Blick

Vorbereitungszeit 20 Minuten
Backzeit 55 Minuten
Ruhezeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 1 Stunde 25 Minuten
Portionen 4
Schwierigkeit Einfach
Küche Deutsch, Hausmannskost
Kategorie Hauptgericht

Zutaten

Für den Hackbraten

  • 600 g gemischtes Hackfleisch aus Rind und Schwein
  • 1 altbackenes Brötchen oder 2 Scheiben Toast
  • 100 ml Milch
  • 1 Ei, Größe M
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL getrocknete Petersilie oder Majoran
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Frisch geriebene Muskatnuss nach Geschmack
  • 1 EL Öl oder Butterschmalz

Für Gemüseboden und Soße, optional

  • 1 Karotte
  • 1 Zwiebel
  • 250 ml Brühe
  • 100 ml Sahne
  • 1 TL Speisestärke
  • Etwas kaltes Wasser zum Anrühren der Stärke
Für die schnelle Vorbereitung: Auf einem großzügigen Stirnholz-Schneidebrett lassen sich Zwiebel, Knoblauch und Gemüse sauber vorbereiten. Mit einem scharfen Küchenmesser gelingen feine Zwiebelwürfel und gleichmäßige Gemüsestücke besonders schnell.
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Hackbraten Schritt für Schritt zubereiten

1. Backofen und Zutaten vorbereiten

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen. Eine Auflaufform dünn einfetten.

Das altbackene Brötchen in eine Schüssel legen, mit der Milch übergießen und einige Minuten vollständig einweichen lassen. Alternativ zwei Scheiben Toast verwenden.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Karotte und die zusätzliche Zwiebel für den Gemüseboden grob schneiden.

2. Zwiebel und Knoblauch andünsten

Öl oder Butterschmalz in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen.

Die fein gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch hineingeben und einige Minuten glasig dünsten. Sie sollen weich werden, aber keine starke Farbe annehmen.

Die Mischung anschließend etwas abkühlen lassen. Durch das Andünsten verlieren Zwiebel und Knoblauch ihre rohe Schärfe und geben dem Hackbraten eine mildere Würze.

3. Eingeweichtes Brötchen ausdrücken

Das vollständig eingeweichte Brötchen aus der Milch nehmen und mit den Händen leicht ausdrücken.

Es sollte noch feucht sein, aber keine überschüssige Milch mehr abgeben. Das eingeweichte Brot sorgt später dafür, dass der Braten locker und saftig bleibt.

4. Hackfleischmasse vermengen

Hackfleisch, eingeweichtes Brötchen, Ei, abgekühlte Zwiebel-Knoblauch-Mischung, Senf, Tomatenmark, Paprikapulver, Petersilie oder Majoran, Salz, Pfeffer und Muskatnuss in eine große Schüssel geben.

Die Zutaten mit den Händen oder einem stabilen Kochlöffel nur so lange vermengen, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.

Die Masse nicht unnötig lange oder kräftig kneten. Zu stark verdichtetes Hackfleisch kann nach dem Backen fest und zäh werden.

5. Abschmecken und Konsistenz prüfen

Die Hackmasse sollte formbar, aber nicht trocken oder bröselig sein. Ist sie sehr weich, können ein bis zwei Esslöffel Paniermehl ergänzt werden.

Zum sicheren Abschmecken eine kleine Portion der Masse in einer Pfanne vollständig durchbraten und probieren. Bei Bedarf Salz, Pfeffer oder Kräuter ergänzen.

6. Hackbraten locker formen

Die Hackfleischmasse mit leicht angefeuchteten Händen zu einem länglichen Laib formen.

Dabei nur so viel Druck ausüben, wie notwendig ist, damit der Braten zusammenhält. Ein zu fest gepresster Laib wird kompakter.

Den Hackbraten mittig in die gefettete Auflaufform setzen und die Oberfläche glatt streichen.

7. Gemüse und Brühe hinzufügen

Die grob geschnittene Karotte und Zwiebel rund um den Hackbraten in der Form verteilen.

Die Brühe angießen, ohne sie direkt über den Hackbraten zu gießen. Das Gemüse und der austretende Bratensaft bilden später die Grundlage für die Soße.

Der Hackbraten kann auch ohne Gemüse und Brühe gebacken werden, wenn keine Soße gewünscht ist.

8. Hackbraten im Ofen backen

Die Auflaufform auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen.

Den Hackbraten etwa 55 Minuten backen. Die genaue Zeit hängt von Form, Dicke und tatsächlicher Ofentemperatur ab.

Bräunt die Oberfläche zu schnell, den Braten locker mit Backpapier oder Aluminiumfolie abdecken.

9. Kerntemperatur kontrollieren

Gegen Ende der Backzeit die Kerntemperatur an der dicksten Stelle des Hackbratens prüfen.

Bei ungefähr 75 °C ist der Braten vollständig durchgegart und gleichzeitig noch saftig. Das Thermometer möglichst mittig einstecken und nicht bis auf den Boden der Form führen.

Ohne Thermometer sollte beim Einstechen klarer Fleischsaft austreten und das Innere vollständig durchgegart sein.

10. Hackbraten ruhen lassen

Den fertigen Hackbraten aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden etwa zehn Minuten ruhen lassen.

Während dieser Zeit verteilt sich der Fleischsaft wieder im Braten. Dadurch läuft beim Schneiden weniger Flüssigkeit aus und die Scheiben bleiben saftiger.

11. Bratensoße zubereiten

Den Hackbraten vorsichtig aus der Form heben und warm halten. Gemüse, Brühe und Bratensaft in einen kleinen Topf geben.

Alles kurz aufkochen und mit einem Pürierstab fein pürieren. Die Sahne hinzufügen und die Soße erneut erhitzen.

Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, unter Rühren in die kochende Soße geben und kurz weiterkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Die Soße mit Salz, Pfeffer und nach Wunsch etwas Senf abschmecken.

12. Hackbraten aufschneiden und servieren

Den ruhenden Hackbraten mit einem scharfen Messer in dicke, gleichmäßige Scheiben schneiden.

Zusammen mit der Bratensoße und gewünschten Beilagen wie Kartoffelpüree, Salzkartoffeln oder Gemüse servieren.

Saubere Scheiben ohne Zerdrücken: Mit einem scharfen Küchenmesser lässt sich der ruhende Hackbraten gleichmäßig aufschneiden. Auf einem stabilen Schneidebrett bleibt der Braten sicher liegen und die Kruste wird beim Schneiden nicht unnötig beschädigt.
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Warum wird der klassische Hackbraten so saftig?

Ein guter Hackbraten braucht ausreichend Bindung, Feuchtigkeit und Fett. Das gemischte Hackfleisch bringt Geschmack und einen höheren Fettanteil mit, der den Braten während des Backens vor dem Austrocknen schützt.

Das in Milch eingeweichte Brötchen nimmt Flüssigkeit auf und verteilt sie in der Hackmasse. Beim Garen bleibt dadurch mehr Feuchtigkeit im Inneren gespeichert.

Das Ei bindet die einzelnen Bestandteile und sorgt dafür, dass der geformte Laib beim Backen zusammenhält und später in saubere Scheiben geschnitten werden kann.

Senf und Tomatenmark liefern nicht nur Geschmack. Sie bringen zusätzlich Feuchtigkeit in die Masse und sorgen zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen für eine kräftige Würze.

Ebenso wichtig ist die Verarbeitung. Wird die Hackmasse zu lange geknetet oder zu fest geformt, verdichtet sie sich stark. Der fertige Braten kann dadurch kompakter und fester werden.

Eine moderate Ofentemperatur und die Kontrolle der Kerntemperatur verhindern, dass der Hackbraten unnötig lange im Ofen bleibt. Bei etwa 75 °C im Inneren ist er vollständig durchgegart und noch saftig.

Gelingtipps: So wird der Hackbraten saftig und locker

Gemischtes Hackfleisch verwenden: Die Mischung aus Rind und Schwein liefert ein ausgewogenes Verhältnis aus kräftigem Geschmack und ausreichendem Fettanteil.

Brötchen vollständig einweichen: Das Brot sollte sich mit Milch vollsaugen, bevor es leicht ausgedrückt und zur Hackmasse gegeben wird.

Zwiebeln vorher andünsten: Gedünstete Zwiebeln schmecken milder, verteilen sich besser und bleiben im fertigen Braten angenehm weich.

Hackmasse nur kurz vermengen: Sobald alle Zutaten gleichmäßig verteilt sind, sollte das Kneten beendet werden.

Laib locker formen: Der Hackbraten muss zusammenhalten, sollte aber nicht stark zusammengedrückt werden.

Kerntemperatur messen: Ein Bratenthermometer ist zuverlässiger als eine pauschale Backzeit. Bei ungefähr 75 °C ist der Braten durchgegart.

Bei niedriger Temperatur backen: Wer besonders viel Zeit hat, kann den Braten bei 150 bis 160 °C Ober- und Unterhitze etwas länger garen. Die niedrigere Hitze reduziert das Risiko des Austrocknens.

Vor dem Anschneiden ruhen lassen: Zehn Minuten Ruhezeit sorgen dafür, dass sich der Fleischsaft im Braten verteilt.

Bei zu weicher Masse: Ein bis zwei Esslöffel Paniermehl ergänzen und die Masse kurz ruhen lassen.

Bei trockenem Hackbraten: Beim nächsten Mal eine niedrigere Ofentemperatur verwenden, die Backzeit verkürzen oder einen etwas höheren Fettanteil wählen.

Bei auseinanderfallendem Braten: Ei und eingeweichtes Brötchen nicht weglassen. Außerdem den Laib ausreichend kompakt formen, ohne ihn stark zu pressen.

Für eine kräftige Kruste: Die Oberfläche vor dem Backen dünn mit Tomatenmark oder Senf bestreichen oder den Braten mit Speck umwickeln.

Variationen

Falscher Hase mit Ei: Zwei bis drei hartgekochte Eier längs in die Mitte der Hackmasse legen und vollständig mit Fleisch umschließen.

Hackbraten im Speckmantel: Den geformten Laib vor dem Backen mit Bacon- oder Frühstücksspeckscheiben umwickeln. Dadurch entsteht eine würzige und knusprige Hülle.

Mediterraner Hackbraten: Petersilie und Majoran durch Oregano und Thymian ersetzen. Zusätzlich Feta, getrocknete Tomaten oder Oliven in die Masse geben.

Hackbraten mit Käsefüllung: Einen Streifen Käse oder geriebenen Käse in die Mitte des Laibs geben und vollständig mit Hackmasse bedecken.

Leichte Variante: Puten- oder Hähnchenhack verwenden und geriebene Zucchini, Karotte oder Apfel ergänzen, damit der magere Braten saftig bleibt.

Hackbraten mit Pilzen: Fein gehackte Champignons zusammen mit den Zwiebeln anbraten und abgekühlt unter die Hackmasse mischen.

Scharfer Hackbraten: Chiliflocken, Cayennepfeffer oder fein gehackte Jalapeños in die Masse geben.

Mini-Hackbraten: Aus der Masse mehrere kleine Laibe formen. Sie benötigen eine deutlich kürzere Backzeit und eignen sich gut für einzelne Portionen.

Bleibt Hackfleisch übrig, lässt es sich direkt weiterverwenden – etwa für gefüllte Zucchini-Schiffchen mit Hackfleisch.

Was passt zum klassischen Hackbraten?

Der Klassiker unter den Beilagen ist cremiges Kartoffelpüree mit kräftiger Bratensoße. Die weiche Konsistenz des Pürees passt besonders gut zu den saftigen Hackbratenscheiben.

Ebenso gut eignen sich Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Kartoffelgratin, Semmelknödel oder ein klassischer Kartoffelsalat.

Als Gemüsebeilage passen Erbsen und Möhren, grüne Bohnen, Rotkohl, Rahmwirsing oder im Ofen geröstetes Wurzelgemüse.

Für eine leichtere Mahlzeit kann der Hackbraten mit einem grünen Salat, Gurkensalat oder Krautsalat serviert werden.

Kalt schmeckt Hackbraten in dünnen Scheiben auf kräftigem Bauernbrot, mit Senf, Gewürzgurken oder Röstzwiebeln.

Vorbereiten, aufbewahren und einfrieren

Vorbereiten: Die Hackmasse kann einige Stunden vor dem Backen vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Den Laib am besten erst kurz vor dem Backen formen oder bereits geformt in der Auflaufform kühl lagern. Vor dem Backen etwa 15 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen.

Aufbewahren: Vollständig abgekühlter Hackbraten hält sich luftdicht verpackt etwa zwei bis drei Tage im Kühlschrank.

Übrig gebliebene Soße getrennt aufbewahren, damit die Oberfläche des Bratens nicht vollständig aufweicht.

Aufwärmen: Hackbratenscheiben zusammen mit etwas Brühe oder Soße abgedeckt bei niedriger Temperatur im Ofen erwärmen.

Alternativ können die Scheiben langsam in einer Pfanne erhitzt werden. Zu starke Hitze trocknet sie schnell aus.

Einfrieren: Gebackener Hackbraten lässt sich im Ganzen oder bereits in Scheiben einfrieren.

Luftdicht verpackt hält er sich etwa drei Monate im Gefrierschrank. Einzelne Scheiben lassen sich besonders praktisch portionsweise entnehmen.

Vor dem Aufwärmen langsam im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend mit etwas Brühe oder Soße erhitzen.

Auch die rohe Hackmasse kann grundsätzlich eingefroren werden, sofern das verwendete Hackfleisch vorher nicht bereits aufgetaut war.

Zutatenwissen: Darauf kommt es an

Gemischtes Hackfleisch: Eine Mischung aus Rind und Schwein verbindet kräftigen Fleischgeschmack mit einem Fettanteil, der den Braten saftig hält.

Eingeweichtes Brötchen: Das Brötchen speichert Milch und Fleischsaft in der Hackmasse. Gleichzeitig lockert es die Struktur und verhindert einen zu kompakten Braten.

Ei: Das Ei bindet Fleisch, Brot und Gewürze miteinander. Es hilft dem Laib, seine Form zu behalten und beim Anschneiden nicht zu zerfallen.

Zwiebel und Knoblauch: Sie liefern Grundwürze und Feuchtigkeit. Durch kurzes Andünsten werden sie milder und weicher.

Senf: Mittelscharfer Senf bringt Würze und leichte Säure in die Masse, ohne geschmacklich zu dominant zu werden.

Tomatenmark: Tomatenmark liefert Tiefe, Farbe und eine leichte Süße. Kurz angeröstet kann es auch die Bratensoße kräftiger machen.

Majoran oder Petersilie: Majoran sorgt für eine besonders klassische, herzhafte Note. Petersilie schmeckt frischer und etwas leichter.

Muskatnuss: Eine kleine Menge frisch geriebene Muskatnuss unterstützt die warme Würze, sollte jedoch sparsam verwendet werden.

Brühe und Sahne: Brühe löst den Bratensatz und bildet zusammen mit dem Gemüse die Basis der Soße. Sahne macht sie runder und cremiger.

Nährwerte pro Portion

Die Angaben beziehen sich auf eine von vier Portionen Hackbraten ohne Beilagen und Soße. Je nach Fleischmischung und verwendeten Zutaten können die Werte abweichen.

Nährwert Menge
Kalorien ca. 470 kcal
Eiweiß ca. 30 g
Kohlenhydrate ca. 12 g
Fett ca. 33 g

Häufige Fragen

Warum heißt Hackbraten auch Falscher Hase?

Hackbraten galt früher als preiswerte Alternative zum teureren Hasenbraten. Daher entstand die Bezeichnung Falscher Hase. Besonders traditionell ist die Variante mit hartgekochten Eiern im Inneren.

Welche Kerntemperatur sollte Hackbraten haben?

Der Hackbraten sollte an der dicksten Stelle ungefähr 75 °C Kerntemperatur erreichen. Dann ist das Hackfleisch vollständig durchgegart und der Braten noch saftig.

Warum fällt mein Hackbraten auseinander?

Häufig fehlt ausreichend Bindung durch Ei oder eingeweichtes Brötchen. Auch eine sehr feuchte Masse oder eine zu kurze Ruhezeit nach dem Backen können dazu führen, dass der Braten beim Anschneiden zerfällt.

Kann ich Hackbraten ohne Brötchen zubereiten?

Ja. Paniermehl, Haferflocken oder Semmelbrösel können das eingeweichte Brötchen ersetzen. Wichtig ist, zusätzlich etwas Flüssigkeit zu verwenden, damit der Braten nicht trocken wird.

Warum wird mein Hackbraten trocken?

Meist war die Ofentemperatur zu hoch, die Backzeit zu lang oder das verwendete Hackfleisch zu mager. Eine Kerntemperatur von etwa 75 °C verhindert unnötiges Weitergaren.

Kann ich Hackbraten vorbereiten?

Ja. Die Hackmasse kann einige Stunden vorher vorbereitet und gut gekühlt gelagert werden. Sie sollte bis zum Backen stets im Kühlschrank bleiben.

Wie wärme ich Hackbraten am besten auf?

Hackbratenscheiben zusammen mit etwas Brühe oder Soße abgedeckt bei niedriger Temperatur im Ofen erwärmen. Dadurch bleiben sie saftiger als bei starker Hitze in der Mikrowelle.

Kann ich Hackbraten einfrieren?

Ja. Gebackener Hackbraten kann im Ganzen oder in Scheiben ungefähr drei Monate eingefroren werden. Portionsweise eingefrorene Scheiben lassen sich später besonders einfach auftauen.

Kann ich nur Rinderhack verwenden?

Reines Rinderhack funktioniert ebenfalls, ergibt aber häufig einen etwas festeren und trockeneren Braten. Etwas mehr eingeweichtes Brot, Milch oder geriebenes Gemüse kann zusätzliche Feuchtigkeit liefern.

Muss ich die Zwiebel vorher anbraten?

Nein. Fein gewürfelte Zwiebeln können roh in die Hackmasse gegeben werden. Angedünstet schmecken sie jedoch milder und sind im fertigen Braten weicher.

Fazit

Klassischer Hackbraten aus dem Ofen ist deutsche Hausmannskost zum Wohlfühlen: außen würzig und leicht kross, innen locker und saftig.

Das eingeweichte Brötchen speichert Feuchtigkeit, während Ei, Senf und Tomatenmark für Bindung und kräftigen Geschmack sorgen.

Entscheidend sind eine nur kurz vermengte Hackmasse, ein locker geformter Laib und eine Kerntemperatur von ungefähr 75 °C.

Nach zehn Minuten Ruhezeit lässt sich der Hackbraten in saubere Scheiben schneiden, ohne dass zu viel Fleischsaft austritt.

Mit Kartoffelpüree, Bratensoße und Gemüse wird daraus ein klassisches Familienessen. Kalt schmecken die Reste am nächsten Tag hervorragend auf Brot.

Ob klassisch, mit Ei als Falscher Hase, im Speckmantel oder mediterran gefüllt: Das Grundrezept lässt sich vielseitig anpassen und bleibt ein zeitloser Ofenklassiker.

Wenn du Hackfleischgerichte für mehrere Tage vorkochen willst, ist unser klassisches Chili con Carne die nächste Empfehlung.

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